Im Gespräch mit Francesca Thaden

Seit Mai 2021 ist Francesca Zahnärztin in unserer Praxis.
Wie geht es ihr so bei uns, und hat sie ausser Karies noch andere Interessen?

SZM: Hallo Francesca. Super, dass du dir die Zeit nimmst mit uns zu sprechen.

Francesca: Sehr gerne.

SZM: Seit Mai 2021 bist du als Zahnärztin bei der Zahnarztpraxis Reiniger angestellt. Wie läuft’s denn bis jetzt?

Francesca: Ich würde sagen, es läuft echt gut! Ich finde, dass ich in einer super Praxis arbeite. Kollegen, Lage, Ausstattung… es lässt wirklich nichts zu wünschen übrig 🙂

SZM: Das klingt doch mal richtig gut. Du hast dein Staatsexamen im Sommer 2020 mit der Beurteilung „Sehr gut“ absolviert. Nachträglich noch einmal „Hut ab!“, und Gratulation!

Ist die Zahnarztpraxis Reiniger deine erste „richtige“ Praxis in der du arbeitest, und hast du dir das Praxisleben während deines Studiums so vorgestellt, oder hat dich etwas richtig überrascht?

Francesca: Vielen Dank! Ich muss sagen, ich habe sehr hart während des Examens schuften müssen, und bin unglaublich froh, dass sich meine ganze Mühe in der Note gut reflektiert. (Und auch froh, dass die ganzen Prüfungen ein für alle mal vorbei sind!)

Francesca bei der Arbeit

Ich hatte schon während des Studiums nebenbei in vielen Praxen als Assistenz gearbeitet, daher kannte ich die Abläufe vom Praxisleben schon mehr oder weniger. Es ist natürlich anders, wenn man auf der anderen Seite des Behandlungsstuhls sitzt! Überrascht hat mich tatsächlich, wie viel Bürokratie hinter jeder einzelnen Behandlung steckt, und wie viel gemacht werden muss, damit die Praxis „läuft“. Das bekommt man in der Uni nicht beigebracht, und man bekommt es auch nicht mit, wenn man nur ein paar Nachmittage die Woche in einer Praxis dabei ist.

SZM: Sehr interessant, gerade auch was die Bürokratie angeht.
Aber lass uns doch noch einmal in die Vergangenheit gehen.
Kannst du dich noch erinnern, wann du den Entschluss gefasst hast Zahnärztin zu werden, und warum? Den ganzen Tag Münder zu inspizieren ist sicher nicht jedermanns Sache.

Francesca: Dass ich Zahnärztin werde, war ganz lange nicht auf meinem Radar. Ich wollte tatsächlich von Kindheit an Archäologin werden… Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass ich doch in der medizinischen Branche arbeiten möchte.
Wieso es dann Zahnmedizin geworden ist: mir macht das Kleine Feine Handwerkliche recht Spaß, und es stört mich überhaupt nicht, mit Zähnen, Speichel und manchmal auch mit etwas Blut zu arbeiten. Vor allem mag ich aber, dass man innerhalb kurzer Zeit konkrete Veränderungen bei den Patienten bewirken kann. Und was auch schön ist, ist dass man im Gegensatz zur Humanmedizin am Ende des Tages und am Wochenende ein bisschen mehr Zeit für sich hat.

SZM: Sehr schön. Und das ist auch gleich eine gute Vorlage zur nächsten Frage. Was macht Francesca so in ihrer Freizeit? Wie entspannst du dich?

Francesca: Tatsächlich habe ich aktuell nicht so viel Freizeit, da ich neben der Arbeit auch promoviere. Wenn doch ein paar Stunden im Tag übrig bleiben, verbringe ich sie gerne beim Sport oder mit Kochen, Netflix darf natürlich auch nicht fehlen. Und wenn ich mich wirklich ausruhen will, gehe ich nicht ins Yoga, sondern ich stricke mal einen Schal oder einen Pulli… das macht mir echt Spaß und gleichzeitig habe ich etwas Neues für meinen Kleiderschrank kreiert.

SZM: Toll, dass junge Menschen heutzutage in der Freizeit noch stricken. Das hört man nicht so oft.

Letzte Frage(n). Gibt es etwas, dass du vor allem jungen Frauen, die sich für die Zahnmedizin als Karriere interessieren raten würdest?

Und träumst du schon davon, in Zukunft einmal die „Zahnarztpraxis Francesca Thaden“ eröffnen zu können?

„Ich wollte tatsächlich von Kindheit an Archäologin werden“ – Francesca Thaden

Francesca: Den anderen jungen Frauen, die Zahnärztinnen werden möchten, möchte ich sagen:
nur Mut! Man muss erstmal einen Studienplatz bekommen und das Studium an sich ist ziemlich hart, aber da muss man durch.
Man ist in einem tollen, spannenden Berufsfeld drin und man hat am Ende des Tages und am Wochenende meistens noch viel Zeit für sich. Das kann man über andere medizinischen Berufsfelder nicht sagen.

Ob ich in Zukunft eine eigene Praxis haben werde, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht… was ich mir besser vorstellen kann, ist eine Gemeinschaftspraxis, in der jeder mehr oder weniger in einem Gebiet spezialisiert ist. Im besten Fall zusammen mit meiner besten Freundin aus dem Studium, da wir es uns jahrelang so vorgestellt haben. Aber erstmal möchte ich meine Assistenzzeit zu Ende machen. Da fühle ich mich hier sehr gut aufgehoben 🙂

SZM: Francesca, wir danken dir sehr für das Gespräch.

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